Dienstag, 2. Dezember 2008

Gefunden...


Für die, deren Englisch noch schlechter ist als meins, eine Übersetzung:

"Für jedes Mädchen, das es satt hat, so zu tun als sei es schwach, wenn es doch stark ist, gibt es einen Jungen, der es satt hat, stark zu wirken, wenn er sich verletzlich fühlt.

Für jeden Jungen, der unter der Erwartung leidet, immer alles zu wissen, gibt es ein Mädchen, das es Leid ist, dass Leute seiner Intelligenz nicht trauen.

Für jedes Mädchen, das es satt hat, überempfindlich genannt zu werden, gibt es einen Jungen, der Angst hat, weich zu sein, zu weinen.

Für jeden Jungen, der seine Männlichkeit nur durch Wettstreit beweisen kann, gibt es ein Mädchen, das "unweiblich" genannt wird, wenn es sich messen will.

Für jedes Mädchen, das seinen Spielzeugherd wegschmeißt, gibt es einen Jungen, der einen finden möchte.

Für jeden Jungen, der darum kämpft, sich seine Bedürfnisse nicht von der Werbung vorschreiben zu lassen, gibt es ein Mädchen, das erleben muss, wie die Werbeindustrie sein Selbstwertgefühl angreift.

Für jedes Mädchen, das einen Schritt zu seiner Befreiung macht, gibt es einen Jungen, der den Weg zur Freiheit etwas leichter findet."

Der letzte Punkt bezieht sich wohl auf die Freiheit, sein Leben zu gestalten, darauf, dass Jungen leichter an Macht und Geld kommen. Ich bin mit diesem Punkt nicht einverstanden, ich finde, es gibt Freiheit(en), an die Mädchen leichter kommen können. Aber dennoch.

Dienstag, 18. November 2008

Stehpinkeln vs. Hockpinkeln

Seit ich als kleines Kind das erste Mal in die Büsche musste, denke ich darüber nach, ob es irgendeinen Sinn hat, dass Stehpinkeln als weniger "unsittlich" oder "schämenswert" angesehen wird, als Hockpinkeln. Zumindest entspricht es meiner Erfahrung, dass Frauen etc., die nicht im Stehen pinkeln, sich im Freien so weit es geht in die Büsche schlagen, damit niemand sie beim pinkeln beobachtet, während Männer etc. , die im Stehen pinkeln, sich damit begnügen, einen Baum am Waldrand zu finden, vor den sie sich stellen können. Außerdem scheint es mir einen deutlich selbstbewussteren Umgang mit dem Stehpinkeln zu geben als mit dem Hockpinkeln. Schon die Tatsache, dass ich das Wort "Hockpinkeln" erfinden musste, macht mich stutzig.

Ich überprüfte nun, ob es real größere Schwierigkeiten gibt, bestimmte Körperregionen zu verbergen: Beim Stehpinkeln sieht der Zuschauer den Rücken des Pinkelnden, wenn er von sehr seitlich gegangen oder gefahren kommt evtl. je nach Winkel sogar den Strahl oder den Penis. Beim Hockpinkeln sieht, wenn ihm der Rücken zugedreht wird, der Zuschauer den Po, es sei denn, die Pinklerin trägt einen Rock. Es ist einzusehen, dass die Ex-Po-sition eines Pos nicht ganz den sittlichen Vorstellungen des Abendlandes anno 2008 entspricht. Nun kann frau sich aber behelfen, indem sie einfach mit dem Blick zum potenziellen Publikum pinkelt und den Po z.B. dem Baum zuwendet. Dann sieht man außer einer hockenden Personund einer gerafften Hose nichts, beim Rock ist das eben so sichtgeschützt. Um Genitalien oder Strahl zu erblicken müsste man sich schon in ca. 3 m Abstand auf den Boden legen - so ehrgeizige Zuschauer hab ich persönlich noch nie erlebt.

Fazit der Analyse: Außer, dass es nötig ist, das Antlitz Richtung potenzielle Zuschauer zu wenden, gibt es keinen Grund, warum Hockpinkeln nicht ebenso Open-Air-tauglich sein sollte wie Stehpinkeln. Es ist einfach nur anscheinend nicht üblich, aufgrund irgendwelcher kulturellen Vorstellungen. An dieser Stelle also ein Aufruf, das Hockpinkeln wenn schon nicht salonfähig, dann wenigstens outdoorfähig zu machen. Denn es gibt, soweit ich das überblicke, keinen Grund, sich dafür mehr zu genieren als fürs Stehpinkeln.

Wer noch Ergänzungen und Beobachtungen dazu hat, kann sie gern im Kommentar mitteilen.

Ergänzung der Vollständigkeit halber: Natürlich können auch Menschen ohne Penis oder Penoid im Stehen pinkeln, mit Hilfsmitteln oder viel Übung. Es ist aber schwieriger und ohne Hilfsmittel kenne ich keine Methode, bei der man das hinbekommt, ohne die Hose und Unterhose runterzulassen, was dann wieder auf Exposition des Pos hinausliefe ;-)

PS: Ich verstehe schon, wenn sich der_die geneigte Leser_in nun fragt, ob ich keine anderen Probleme hätte. Aber ich fand das Thema aus dem genderterroristischen Blickwinkel nicht uninteressant.

Mittwoch, 9. April 2008

Wenn es doch so einfach wäre ;-)



...gefunden auf blogger.com

Freitag, 4. April 2008

Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht...

...dasselbe. Stolpert doch der erfreute Genderterroristin bei der Frühstückslektüre über (man beachte die erfreuliche Häufung von Üs) einen Artikel, in welchem grob folgende wissenschaftliche Erkenntnis zusammengefasst ist:

Frauen werden Wutausbrüche generell negativ ausgelegt. In einer künstlichen Bewerbungssituation hat man Männer wie Frauen beobachtet und ihr Verhalten extern bewerten lassen. Während Männern Wutausbrüche, Rumschreien etc. gelegentlich (v.a. im höheren Gehaltssegment) durchaus auch positiv angerechnet wurde, fand man bei den Frauen ein solches Verhalten generell fehl am Platz.

Diese kleine Erkenntnis nervt mich ungeheuer, bestätigt sie doch eine Beobachtung, die mir oft unterkommt und einen Mechanismus, den ich auch in mir nicht vernünftig bekämpfen kann. Dass es nämlich ganz oft nicht darauf ankommt, was man für ein Verhalten an den Tag legt, sondern ob man dabei als Mann oder Frau gelesen wird...

Man muss nicht zu Extrembeispielen greifen (z. B. T-Shirt ausziehen) um zu zeigen, dass gleiches Verhalten die unterschiedlichsten Assoziationen weckt. Ich bleibe mal einfach bei mir: Freunde von mir heiraten und ich finde es supercool, denn es ist ein Pärchen aus einem Transmann und einem biologischen Mann, das von aller Welt als schwules Paar gelesen wird. Hätte ich vor seiner Transition, bevor ich wusste, dass er ein Mann ist, das auch cool gefunden? Würde ich bei meinen Töchtern weiches, rosafarbenes Verhalten in dem Maße tolerieren, wie ich es bei meinen Söhnen anstrebe? "Hausmann" ist irgendwie was cooles, ein Vater, die mit seinen Kindern zwei Jahre zu Hause bleibt - fantastisch. Bei der Mutter fände ich das spießig.

Aber mal mehr in den Alltag der bildzeitunglesenden Bevölkerung: Ein Mann, der allein am Spielplatz sitzt und freundlich zu den Kindern ist - ein potenzieller Sexualstraftäter. Eine Frau in derselben Situation - schlimmstenfalls unerfüllter Kinderwunsch. Eine Frau in der Chefetage - eine karrieregeile Rabenmutter, falls sie überhaupt Kinder hat. Ein Mann - ja, natürlich ist der dort und natürlich hat er mehrere Kinder, mit denen er seine rare Freizeit verbringt.

Nochmal zu unserem Wutausbruch. Wenn man sich diesem Negativurteil entziehen will, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man quittiert das Frausein (eine eher anspruchsvolle Angelegenheit) oder man passt sein Verhalten der gewünschten Norm an, um nicht in schlechtem Lichte dazustehen. Es gibt keine Möglichkeit, sich einfach so zu verhalten, wie man will (oder wie ein Mann?) und dabei "als Frau" gut wegzukommen.

Es ist zum aus-der-Haut-fahren, zum Haare ausraufen, zum verrückt werden. Vielleicht machen wir einfach trotzdem alle, was wir wollen und gründen damit eine Anti-Gender-Bewegung.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Die Toilettenfrage

Menschen, die aufgrund privaten Gendertroubles die Erfahrung machen dürfen, sowohl öffentliche Frauen- als auch Männer-WCs aufzusuchen, erleben folgendes. Während sich auf Frauen-WCs häufig lange Schlangen bilden, was zu nervigen Wartezeiten führt, ist das Männer-WC in der Regel frei, nur vereinzelt trifft man mal jemanden.

Das hat meiner Meinung nach drei Gründe. Zum ersten sind Männer schneller, da sie sich nicht komplett ihrer Hosen und Unterhosen entledigen müssen um Pinkeln zu können. Zum zweiten sind Männerblasen statistisch strapazierbarer, Männer pinkeln weniger häufig. Drittens sind in manchen Arten von öffentlichen Räumen auch weniger Männer unterwegs, wenigstens in Einkaufszentren.

An den Gründen wird man in absehbarer Zeit nichts ändern, aber: Wieso sind Architekt_innen öffentlicher Gebäude nicht imstande, einfach doppelt bis dreimal so viele Frauen-WCs zu planen wie Männer-WCs? Aus meinen Beobachtungen heraus sollte in Kaufhäusern und Kinos sogar eine 5:1 Relation in Erwägung gezogen werden.

Warum macht man das nicht? Es wird ja jeder die Beobachtung bestätigen, dass es auf Frauen-WCs viel häufiger Stau gibt als auf Männer-WCs. Warum also nichts daran ändern? Ich vermute, dahinter steckt die Sichtweise, dass "gleich viele WCs für alle" gerecht sein müsste (z. B. da es ja etwa gleichviele Männer wie Frauen gibt) und daher es "die Schuld" der Frauen sei, wenn sie andauernd aufs Klo müssen und so Stau erzeugen. Die Frauen selber fühlen sich vielleicht unbewusst auch "schuldig" oder es ist ihnen peinlich, dass sie so oft aufs Klo müssen. Dazu besteht kein Anlass. Und so zeigt das Toilettenbeispiel, dass "gleichviel für alle" keineswegs immer gerecht ist.

Samstag, 22. September 2007

Chefin belästigt Lehrling sexuell

Endlich finde ich wieder was zum gründlichen Drüber-aufregen. Meine Tageszeitung berichtet von einer Geschäftsführerin, die ihrem Lehrling (in der Schweiz heißt das noch so - das weibliche Pendant dazu ist übrigens "Lehrtochter" - ja, mir ist auch die Kinnlade runtergeklappt, als ich das zum ersten Mal hörte) offenbar anzügliche SMS schrieb und deswegen ihren Job quittieren muss.

So weit so gut. Das genderterroristisch geschulte Auge entdeckt beim Lesen des Artikels folgendes:

Zunächst wird versucht, die Motive und mögliche Entschuldigungen für die Chefin zu finden. Sie hätte argumentiert, sie sei "erotisch und sexuell angezogen gewesen". Hallo? Hat jemals ein Gericht sich dafür interessiert, ob ein männlicher Belästiger sein Opfer anziehend fand oder gar verliebt in es war? - Ich vermute, uns soll damit gesagt werden: "Frauen machen sowas nicht aus reiner sexueller Begierde." und "Es ist ja nicht so häufig, dass Frauen auf jemanden abfahren, während es bei männlichen Tätern ja klar ist, dass sie triebhaft handeln."

Dann wird der Lehrling, der zwar schon 19 ist, aber ja in einem besonderen Abhängigkeitsverhältnis stehe, als "knabenhafte Erscheinung" beschrieben. Was soll denn das nun wieder? Wenn er ein ausgewachsener junger Mann wäre, hätte er sicher gern mitgemacht? Nur weil er kindliche Züge hat, dürfen wir überhaupt glauben, dass er "es nicht auch gewollt hätte"? Hätte irgendwer bei einem 19jährigen Mädchen als Opfer und einem Mann als Täter was anderes als "das darf der Chef nicht, dieses Schwein" gedacht? Und wieso muss das bei einem jungen Mann noch mal verdeutlicht werden, dass er ja als Lehrling abhängig ist? Weil ein Mann ja sonst immer für sich selbst sorgen kann? Weil ein 19jähriger doch nicht von einer Frau genötigt und belästigt werden kann? Also: Mädchen sind Opfer und können sich nicht wehren, Jungen können sich immer wehren, es bedarf einer Begrüdung, wenn sie "belästigt" werden, zumal von einer Frau.

So hat eine schöne Zeitungsmeldung wieder einige Klischees bestätigt, die dafür sorgen, dass Männer und Frauen zwei ganz verschiedene Arten sind.

Nachtrag: In der gleichen Zeitung ein Artikel übers Küssen mit ein paar Tipps. Nummer 1: Kaufen sie sich einen Lippenstift für 14 Franken. Nummer 2: Kaufen Sie Ihrer Freundin diesen BH für 250 Franken. - Abgesehen vom Kommerzscheiß: Frauen haben gut auszusehen und weil sie das wissen, freuen sie sich über sinnlos teure Dessous.

Dienstag, 10. Juli 2007

Ein paar Gedanken zum alternativen CSD

Die folgende Rede richtet sich an die Mitstreitenden des "CSD selber machen" in Köln, also auch an Leute, die noch kein rechtes Bewusstsein für Genderterror entwickelt haben... also eine Art "Grundkurs".


Liebes queeres Volk,
stellt euch mal folgendes vor:
Es braucht keinen CSD, keinen alternativen CSD, auch keinen dritten, ganz anderen CSD, sondern gar keinen CSD.
Eure Nachbarn interessieren sich nicht dafür, ob ihr ein Paar oder ne WG seid.
Euern Eltern ist es egal, wen ihr mit nach Hause bringt.
Und wer in der Beziehung der Mann oder die Frau ist, kratzt niemanden.
Weil ihr einfach nur zwei Menschen seid.
Nicht zwei Jungs, die sich eigentlich für Autos und Fußball interessieren müssten, jederzeit die Situation im Griff haben und die ihre Männlichkeit auf dem Schulhof durch Schwulenwitze unter Beweis stellen müssen.
Auch nicht zwei Mädels, die sich ruhig auch mal schminken könnten, Kind und Karriere souverän unter einen Hut bringen und im Ehebett einen perfekten Orgasmus vorzutäuschen haben.
Einfach nur: zwei menschliche Wesen.
Denn ihr lebt in einer Welt, in der Kinder soviel mit Puppen, Autos oder meinetwegen Schlamm spielen können, wie es ihnen passt.
In der Babys bei der Geburt nicht in blau und rosa aufgeteilt werden.
Und in der Erwachsene sich nur noch Sorgen um ihre menschlichen Qualitäten machen müssen, und keine Angst haben, sie seien möglicherweise nicht feminin genug oder, viel schlimmer, zu feminin.
Eine Welt, in der dann auch die Frage, ob man auf Männer oder Frauen steht ungefähr so relevant ist wie, ob man lieber einfarbige oder geringelte Socken trägt.

Offensichtlich leben wir leider in keiner solchen Welt.
Im Gegenteil. Allerorten wird trotz gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse behauptet, dass Frauen „anders“ ticken würden als Männer, wobei man die patriarchal geprägten Medien genau an dieser Formulierung erkennt.
Der Mann ist immer noch die Regel, die Frau die „andere“.
Letzte Woche schrieb die Zeit, dass „aufgeklärte“ Eltern von Zwillingen, einem Mächen und einem Jungen, feststellen mussten, dass der Junge viel lieber mit technischem Gerät spielte und das Mädchen viel lieber mit Puppen. Dabei hätten die Eltern doch gar nichts gemacht.
Hurra, es ist doch angeboren und Eva Herrmann hat Recht! Frauen wollen einfach nichts anderes.
In den vereinigten Staaten ist die Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung in der Kindheit“ wieder der Renner.
In der Spieltherapie können kleine Kinder lernen, sich trotz ihrer persönlichen Neigungen genderkonform zu verhalten.
Wenn man durch die Kaufhäuser läuft, hat man den Eindruck, noch nie gab es soviele Jungen und Mädchen und so wenig Kinder.
Als hätte es die 70er und 80er nie gegeben.
Bis auf ein paar verstreute feministische Menschen, die kleine queere Bewegung sowie ein paar Tunten und Spinnerinnen scheint niemand mehr an den Kategorien rütteln zu wollen.
Der kleine Unterschied bleibt verdammt groß.
Und wehe der, die es wagt, den Genderzaun zu überklettern, die gesellschaftlich vorgegebenen Schranken zu überwinden oder gleich ganz zu ignorieren. Die Gesellschaft und stellvertretend Politik und Gesetzgeberin, wirken verunsichert und unbeholfen im Umgang mit Menschen, die sich in keine der zwei Schubladen pressen lassen wollen oder nicht in der angeborenen kleben bleiben wollen.
Für Menschen, die sich nicht als „männlich“ oder „weiblich“ labeln lassen wollen, gibt es keine grammatikalische Form, kein auswählbares Feld bei „Anrede“, keine öffentliche Toilette und in Deutschland auch keine zugelassenen Vornamen.
Das ist umso absurder, als Intersexualität exisitiert und kleine Kinder auf die Welt kommen, die sich rein biologisch gar nicht gut klassifizieren lassen. Anstatt ihnen einen rosa-blau-gestreiften Strampler anzuziehen werden diese Kinder so lange operiert, bis sie äußerlich eindeutig rüberkommen. Es ist für Eltern kaum zu ertragen ein geschlechtlich uneindeutiges Kind zu haben – auch diese Tatsache zeigt, wie weit wir von jener Utopie entfernt sind, die ich am Anfang beschrieben habe.
Diejenigen Transgender, die gern offiziell im anderen als ihrem biologischen Geschlecht leben wollen, können zwar ihre Namen ändern und unter erheblichen Kämpfen Operationen und Hormone bezahlt bekommen, müssen sich dafür aber mit Psychiaterinnen und Psychologen auseinandersetzen, die die Männlichkeit des Transmannes in Frage stellen, wenn er lange Haare trägt oder schwul ist. Weder unter pädagogisch Arbeitenden noch unter therapeutisch Tätigen ist Wissen um Transsexualität verbreitet. Die Situation erinnert ziemlich stark an die Zeiten, in denen versucht wurde, Homosexualität zu therapieren, mit Kindheitserlebnissen zu erklären oder ihre Existenz gleich komplett zu leugnen.
Und auch Menschen, die prinzipiell nichts dagegen haben, als „Frau“ oder „Mann“ zu gelten, aber ihre eigenen Auslegungen dieser Begriffe praktizieren, d. h. einfach leben, wie sie das gern möchten, ecken an – nicht zuletzt eben auch Frauen, die Frauen lieben und Männer, die Männer lieben. Oder Menschen, die sich noch nichtmal auf Homo- oder Heterosexualität festlegen können und möchten.

Wir brauchen ein neues Bewusstsein dafür, wie sehr wir und andere immer noch und gerade wieder durch Geschlechterstereotypen eingeengt werden. Wir brauchen eine breite feministische Bewegung, deren Ziel wirkliche Gleichberechtigung ist. Helft mit, einen gesellschaftlichen Diskurs zu initiieren, der aufzeigt, wo patriarchale Mechanismen uns hindern, unser Leben zu leben. Nicht als Männer und Frauen, sondern gemeinsam sind wir stark, Diskriminierungen abzuschaffen und wirkliche Genderfreiheit durchzusetzen. Für Vielfalt und Kreativität statt heteronormativer Zwangszweiteilung.

Danke!