Die folgende Rede richtet sich an die Mitstreitenden des "CSD selber machen" in Köln, also auch an Leute, die noch kein rechtes Bewusstsein für Genderterror entwickelt haben... also eine Art "Grundkurs".
Liebes queeres Volk,
stellt euch mal folgendes vor:
Es braucht keinen CSD, keinen alternativen CSD, auch keinen dritten, ganz anderen CSD, sondern gar keinen CSD.
Eure Nachbarn interessieren sich nicht dafür, ob ihr ein Paar oder ne WG seid.
Euern Eltern ist es egal, wen ihr mit nach Hause bringt.
Und wer in der Beziehung der Mann oder die Frau ist, kratzt niemanden.
Weil ihr einfach nur zwei Menschen seid.
Nicht zwei Jungs, die sich eigentlich für Autos und Fußball interessieren müssten, jederzeit die Situation im Griff haben und die ihre Männlichkeit auf dem Schulhof durch Schwulenwitze unter Beweis stellen müssen.
Auch nicht zwei Mädels, die sich ruhig auch mal schminken könnten, Kind und Karriere souverän unter einen Hut bringen und im Ehebett einen perfekten Orgasmus vorzutäuschen haben.
Einfach nur: zwei menschliche Wesen.
Denn ihr lebt in einer Welt, in der Kinder soviel mit Puppen, Autos oder meinetwegen Schlamm spielen können, wie es ihnen passt.
In der Babys bei der Geburt nicht in blau und rosa aufgeteilt werden.
Und in der Erwachsene sich nur noch Sorgen um ihre menschlichen Qualitäten machen müssen, und keine Angst haben, sie seien möglicherweise nicht feminin genug oder, viel schlimmer, zu feminin.
Eine Welt, in der dann auch die Frage, ob man auf Männer oder Frauen steht ungefähr so relevant ist wie, ob man lieber einfarbige oder geringelte Socken trägt.
Offensichtlich leben wir leider in keiner solchen Welt.
Im Gegenteil. Allerorten wird trotz gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse behauptet, dass Frauen „anders“ ticken würden als Männer, wobei man die patriarchal geprägten Medien genau an dieser Formulierung erkennt.
Der Mann ist immer noch die Regel, die Frau die „andere“.
Letzte Woche schrieb die Zeit, dass „aufgeklärte“ Eltern von Zwillingen, einem Mächen und einem Jungen, feststellen mussten, dass der Junge viel lieber mit technischem Gerät spielte und das Mädchen viel lieber mit Puppen. Dabei hätten die Eltern doch gar nichts gemacht.
Hurra, es ist doch angeboren und Eva Herrmann hat Recht! Frauen wollen einfach nichts anderes.
In den vereinigten Staaten ist die Diagnose „Geschlechtsidentitätsstörung in der Kindheit“ wieder der Renner.
In der Spieltherapie können kleine Kinder lernen, sich trotz ihrer persönlichen Neigungen genderkonform zu verhalten.
Wenn man durch die Kaufhäuser läuft, hat man den Eindruck, noch nie gab es soviele Jungen und Mädchen und so wenig Kinder.
Als hätte es die 70er und 80er nie gegeben.
Bis auf ein paar verstreute feministische Menschen, die kleine queere Bewegung sowie ein paar Tunten und Spinnerinnen scheint niemand mehr an den Kategorien rütteln zu wollen.
Der kleine Unterschied bleibt verdammt groß.
Und wehe der, die es wagt, den Genderzaun zu überklettern, die gesellschaftlich vorgegebenen Schranken zu überwinden oder gleich ganz zu ignorieren. Die Gesellschaft und stellvertretend Politik und Gesetzgeberin, wirken verunsichert und unbeholfen im Umgang mit Menschen, die sich in keine der zwei Schubladen pressen lassen wollen oder nicht in der angeborenen kleben bleiben wollen.
Für Menschen, die sich nicht als „männlich“ oder „weiblich“ labeln lassen wollen, gibt es keine grammatikalische Form, kein auswählbares Feld bei „Anrede“, keine öffentliche Toilette und in Deutschland auch keine zugelassenen Vornamen.
Das ist umso absurder, als Intersexualität exisitiert und kleine Kinder auf die Welt kommen, die sich rein biologisch gar nicht gut klassifizieren lassen. Anstatt ihnen einen rosa-blau-gestreiften Strampler anzuziehen werden diese Kinder so lange operiert, bis sie äußerlich eindeutig rüberkommen. Es ist für Eltern kaum zu ertragen ein geschlechtlich uneindeutiges Kind zu haben – auch diese Tatsache zeigt, wie weit wir von jener Utopie entfernt sind, die ich am Anfang beschrieben habe.
Diejenigen Transgender, die gern offiziell im anderen als ihrem biologischen Geschlecht leben wollen, können zwar ihre Namen ändern und unter erheblichen Kämpfen Operationen und Hormone bezahlt bekommen, müssen sich dafür aber mit Psychiaterinnen und Psychologen auseinandersetzen, die die Männlichkeit des Transmannes in Frage stellen, wenn er lange Haare trägt oder schwul ist. Weder unter pädagogisch Arbeitenden noch unter therapeutisch Tätigen ist Wissen um Transsexualität verbreitet. Die Situation erinnert ziemlich stark an die Zeiten, in denen versucht wurde, Homosexualität zu therapieren, mit Kindheitserlebnissen zu erklären oder ihre Existenz gleich komplett zu leugnen.
Und auch Menschen, die prinzipiell nichts dagegen haben, als „Frau“ oder „Mann“ zu gelten, aber ihre eigenen Auslegungen dieser Begriffe praktizieren, d. h. einfach leben, wie sie das gern möchten, ecken an – nicht zuletzt eben auch Frauen, die Frauen lieben und Männer, die Männer lieben. Oder Menschen, die sich noch nichtmal auf Homo- oder Heterosexualität festlegen können und möchten.
Wir brauchen ein neues Bewusstsein dafür, wie sehr wir und andere immer noch und gerade wieder durch Geschlechterstereotypen eingeengt werden. Wir brauchen eine breite feministische Bewegung, deren Ziel wirkliche Gleichberechtigung ist. Helft mit, einen gesellschaftlichen Diskurs zu initiieren, der aufzeigt, wo patriarchale Mechanismen uns hindern, unser Leben zu leben. Nicht als Männer und Frauen, sondern gemeinsam sind wir stark, Diskriminierungen abzuschaffen und wirkliche Genderfreiheit durchzusetzen. Für Vielfalt und Kreativität statt heteronormativer Zwangszweiteilung.
Danke!
Dienstag, 10. Juli 2007
Dienstag, 3. Juli 2007
Wieder BHs verbrennen!
Es gibt ja bekanntlich Dinge, die nicht nur in den frühen Neunzigern besser waren (z. B. die Hamburger Schwulenszene), sondern auch ein paar Dinge, die auch noch davor richtig cool waren.
Zum Beispiel gab es mal einen auffallenden Feminismus, der versucht hat, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, dass wir ein Patriarchat haben. Und Frauen, die keine Lust mehr darauf hatten, das zu tun, was die Männer gern hätten.
Man wurde z. B. darauf aufmerksam, dass bestimmte traditionelle Verhaltensmaßregeln frauenfeindlich sind: Die übertriebenen Höflichkeiten von "Ladies First", "Der Herr zahlt" bis hin zu "Der Herr trägt alle Taschen, auch wenn die Dame Schwergewichtsboxerin ist.". So oft man heute wieder hört, wie nett das doch auch wäre, in den Genuß solcher Privilegien zu kommen, so klug war es, diese Dinge anzuprangern und zu ändern. Auch heute noch geraten ganz normale toughe frauenzeitschriftenlesende Frauen in Abhängigkeit, weil sie es eine zeitlang praktisch gefunden haben, dass der Mann immer den Umzugswagen fuhr und die Löcher in die Wand bohrte. "Solange man immer nen Mann findet, der einem das Fahrrad repariert, ist doch alles ok!" ist eben eine Falle, die bereits im ersten Teil des Satzes steht. Viele Frauen wissen ganz tief drinnen, dass, falls sie etwas nicht hinbekommen, es immer noch jemand anders machen kann. Das vermindert den Ehrgeiz, Dinge selbst hinzubekommen und es raubt ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und Praxis zu kriegen. Es war richtig, darauf aufmerksam zu machen und dagegen anzugehen.
Noch was gutes hatte der Feminismus. Er hat versucht, die Frau zur Bestimmerin über ihren Körper und ihre Sexualität zu machen. Dass viele Pornos Frauen auf eine passive bis Opferrolle hin inszenieren, ist nur ein Aspekt. Dass es eine Schönheitsindustrie gibt, die mit Hilfe der Medien dafür sorgt, dass sich Frauen immer mehr Sorgen um ihr Aussehen machen (die Männer werden zunehmend auch Opfer dieser Methoden, und das halte ich für keinen Fortschritt!), ist ein zweiter Aspekt. Dass es nachwievor selbstverständlich ist, dass Männer ihren nackten Oberkörper und ihre Behaarung im öffentlichen Raum zeigen dürfen und Frauen nicht, ist ein dritter Aspekt. Der weibliche Oberkörper ist angeblich erotischer als der männliche (ja klar, für Heteromänner und Lesben mag das gelten, aber was ist mit der anderen Hälfte der Bevölkerung?) und weibliche Körperbehaarung gilt bestenfalls als unsexy, schlimmstenfalls als eklig. Auch hier wird diese Tatsache in meinen Augen nicht dadurch gebessert, dass es auch Männer gibt, die unter ihrer Behaarung leiden. Der Zwang, sich sexy zu inszenieren, dessen Auswirkungen man wunderbar an nahezu allen weiblichen Prominenten beobachten kann, ist der letzte Aspekt zum Thema Selbstbestimmung, den ich erwähnen möchte. "Her sexy new album" stand neulich auf einem Werbeplakat. "Sie" selbstverständlich mit asexuell (also man sieht keine Brustwarzen oder Genitalien) fotografiertem nackten "Body" daneben.
Und dass Frauen nicht an den Herd gehören, war irgendwie vor Eva Herrmann auch schonmal bekannter.
Mir fehlt der Feminismus. Das Bewußtsein dafür, dass die für Frauen vorgesehenen Rollen eher öde sind. Dass immer noch die Männer bzw. die gesellschaftliche Macht uns vorschreibt, wie wir sein müssen, und dass wir uns durch solche Meinungen so stark beeinflussen lassen. Mir fehlt so oft das kämpferische: "Wir nehmen uns was wir wollen.". Das Selbstbewusstsein. Es stört mich maßlos, dass fast alle Frauen lange Haare und tiefe Ausschnitte haben und so viele auf Diät sind. Wo bleibt denn da der Spaß? Und es stört mich maßlos aus dem Munde intelligenter junger Männer zu hören, dass intelligente Frauen leider nicht sexy seien.
Es gibt kleine Lichtblicke.
Die Frauen aus der Lesbenband "Tribe 8" ziehen beim Konzert gelegentlich, wenn es ihnen zu warm wird, ihre Shirts aus. Dann kommt gelegentlich die Polizei, sagt "Ladies, das geht nicht." - Und dann sagen sie ihren männlichen Zuhörern und Zuschauern: "Sorry Jungs, wir müssen unsere T-Shirts wieder anziehen, dann seid doch bitte so nett, eure auch wieder anzuziehen, das ist ja sonst nicht fair." Dann ziehen all die Männer im Publikum ihre T-Shirts wieder an, und die Party geht weiter. Herrlich.
Und noch was schönes. Ich war gestern Tragenhelfen bei einem Umzug, Helfer waren: zwei schwule Transmänner (pre-Testo), eine Cis-Lesbe, ein Hetero-Cis-Mann und zwei Cis-Schwule. Ratet mal, wer den Wagen gefahren hat :-) Jep, die Frau. War das schön.
Und ich ärgere mich schwarz darüber, dass ich mich darüber so freuen muss, weil es sooo selten ist.
Da muss man doch was machen! Frauen! Bitte: wieder BHs verbrennen!
Zum Beispiel gab es mal einen auffallenden Feminismus, der versucht hat, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, dass wir ein Patriarchat haben. Und Frauen, die keine Lust mehr darauf hatten, das zu tun, was die Männer gern hätten.
Man wurde z. B. darauf aufmerksam, dass bestimmte traditionelle Verhaltensmaßregeln frauenfeindlich sind: Die übertriebenen Höflichkeiten von "Ladies First", "Der Herr zahlt" bis hin zu "Der Herr trägt alle Taschen, auch wenn die Dame Schwergewichtsboxerin ist.". So oft man heute wieder hört, wie nett das doch auch wäre, in den Genuß solcher Privilegien zu kommen, so klug war es, diese Dinge anzuprangern und zu ändern. Auch heute noch geraten ganz normale toughe frauenzeitschriftenlesende Frauen in Abhängigkeit, weil sie es eine zeitlang praktisch gefunden haben, dass der Mann immer den Umzugswagen fuhr und die Löcher in die Wand bohrte. "Solange man immer nen Mann findet, der einem das Fahrrad repariert, ist doch alles ok!" ist eben eine Falle, die bereits im ersten Teil des Satzes steht. Viele Frauen wissen ganz tief drinnen, dass, falls sie etwas nicht hinbekommen, es immer noch jemand anders machen kann. Das vermindert den Ehrgeiz, Dinge selbst hinzubekommen und es raubt ihnen die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln und Praxis zu kriegen. Es war richtig, darauf aufmerksam zu machen und dagegen anzugehen.
Noch was gutes hatte der Feminismus. Er hat versucht, die Frau zur Bestimmerin über ihren Körper und ihre Sexualität zu machen. Dass viele Pornos Frauen auf eine passive bis Opferrolle hin inszenieren, ist nur ein Aspekt. Dass es eine Schönheitsindustrie gibt, die mit Hilfe der Medien dafür sorgt, dass sich Frauen immer mehr Sorgen um ihr Aussehen machen (die Männer werden zunehmend auch Opfer dieser Methoden, und das halte ich für keinen Fortschritt!), ist ein zweiter Aspekt. Dass es nachwievor selbstverständlich ist, dass Männer ihren nackten Oberkörper und ihre Behaarung im öffentlichen Raum zeigen dürfen und Frauen nicht, ist ein dritter Aspekt. Der weibliche Oberkörper ist angeblich erotischer als der männliche (ja klar, für Heteromänner und Lesben mag das gelten, aber was ist mit der anderen Hälfte der Bevölkerung?) und weibliche Körperbehaarung gilt bestenfalls als unsexy, schlimmstenfalls als eklig. Auch hier wird diese Tatsache in meinen Augen nicht dadurch gebessert, dass es auch Männer gibt, die unter ihrer Behaarung leiden. Der Zwang, sich sexy zu inszenieren, dessen Auswirkungen man wunderbar an nahezu allen weiblichen Prominenten beobachten kann, ist der letzte Aspekt zum Thema Selbstbestimmung, den ich erwähnen möchte. "Her sexy new album" stand neulich auf einem Werbeplakat. "Sie" selbstverständlich mit asexuell (also man sieht keine Brustwarzen oder Genitalien) fotografiertem nackten "Body" daneben.
Und dass Frauen nicht an den Herd gehören, war irgendwie vor Eva Herrmann auch schonmal bekannter.
Mir fehlt der Feminismus. Das Bewußtsein dafür, dass die für Frauen vorgesehenen Rollen eher öde sind. Dass immer noch die Männer bzw. die gesellschaftliche Macht uns vorschreibt, wie wir sein müssen, und dass wir uns durch solche Meinungen so stark beeinflussen lassen. Mir fehlt so oft das kämpferische: "Wir nehmen uns was wir wollen.". Das Selbstbewusstsein. Es stört mich maßlos, dass fast alle Frauen lange Haare und tiefe Ausschnitte haben und so viele auf Diät sind. Wo bleibt denn da der Spaß? Und es stört mich maßlos aus dem Munde intelligenter junger Männer zu hören, dass intelligente Frauen leider nicht sexy seien.
Es gibt kleine Lichtblicke.
Die Frauen aus der Lesbenband "Tribe 8" ziehen beim Konzert gelegentlich, wenn es ihnen zu warm wird, ihre Shirts aus. Dann kommt gelegentlich die Polizei, sagt "Ladies, das geht nicht." - Und dann sagen sie ihren männlichen Zuhörern und Zuschauern: "Sorry Jungs, wir müssen unsere T-Shirts wieder anziehen, dann seid doch bitte so nett, eure auch wieder anzuziehen, das ist ja sonst nicht fair." Dann ziehen all die Männer im Publikum ihre T-Shirts wieder an, und die Party geht weiter. Herrlich.
Und noch was schönes. Ich war gestern Tragenhelfen bei einem Umzug, Helfer waren: zwei schwule Transmänner (pre-Testo), eine Cis-Lesbe, ein Hetero-Cis-Mann und zwei Cis-Schwule. Ratet mal, wer den Wagen gefahren hat :-) Jep, die Frau. War das schön.
Und ich ärgere mich schwarz darüber, dass ich mich darüber so freuen muss, weil es sooo selten ist.
Da muss man doch was machen! Frauen! Bitte: wieder BHs verbrennen!
Donnerstag, 19. April 2007
Über anderem: Ein paar schwedische Aspekte zur Anrede
Eine Diskussion per Chat mit Internetfreund O., der Schwede ist, brachte zum Thema i/Innen, _innen oder gar kein Innenleben noch ein paar neue Eindrücke.
O. erklärte mir, dass die schwedischen Feminist_innen gerade (bzw. schon länger) dabei sind, sämtliche weiblichen Berufsbezeichnungen abzuschaffen, weil man ja sonst auf die Idee kommen könnte, ein "Koch", der "Köchin" heißt, weil eine Frau den Kochberuf ausübt, sei etwas schlechteres als ein "herkömmlicher", grammatikalisch männlicher, "Koch".
Im Prinzip vertreten die schwedischen Feministen damit gleichzeitig die These, dass eine Frau das gleiche ist wie ein Mann, jedenfalls, wenn es um das Ausüben von Berufen geht. Ich habe gerade keine Statistik zur Hand (wo haben echte Journalistinnen die immer her?), aber man hört doch, dass im skandinavischen Raum auch viel mehr Frauen in Führungspositionen sitzen als bei uns?
Ein Aspekt daran gefällt mir besonders. Mir wird Feminismus immer genau dann zuwider, wenn irgendwelche dezidiert "weiblichen" Tugenden als besonders toll herausgestrichen werden und damit in einem Zug das Frauenbild aufgewertet werden soll - und zwar in Abgrenzung zu den Männern. Das klingt für mich immer nach: "Wir können nämlich auch was!", und solche Parolen klingen für mich - sorry - nach Kindergarten. Frauen sind aber keine Kindergartenkinder und auch sonst keine bemitleidenswerte Minderheit. Sie sind eine "Gleichheit", was die zahlenmäßige Stärke betrifft. Und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen genausoviel leisten wie Männer und Männer genausoviel leisten können wie Frauen. Ich kenne einige Leute, die von Gleichberechtigung reden, aber es insgeheim absurd finden, wenn der/ihr Mann auf die Kinder aufpasst. Oder die schnell mit dem Spruch "Das können Frauen einfach besser" zur Hand sind, aber Zeter und Mordio schreien würden, wenn ein Mann ihnen erklären wollte, was Männer oder Frauen besser oder schlechter können. Ich glaube, dass Gleichberechtigung nur erreicht werden kann, wenn auch Männer nicht aufgrund irgendwelcher Vorurteile diskriminiert werden.
Apropos Männer in Führungspositionen. Da leitet doch ab 2009/2010 Barbara Frey, 43 Jahre alt, das Schauspielhaus Zürich. Ich habe mich wirklich (echt!) gewundert, dass die Presse auf die Idee gekommen ist, zu schreiben, dass sie die erste Frau an der Spitze dieses Theaters ist. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das zu schreiben. Als Matthias Hartmann kam, hätte man natürlich auch schreiben können, der 23. Mann an der Spitze des Schauspielhauses. Ich glaube, dass das ständige Erwähnen der Tatsache, dass Frauen dies und jenes nicht machen oder selten machen, nicht dazu beiträgt, dass es sich ändert. Jedes "ausgerechnet sie als Frau"´manifestiert das Frauen-sind-ja-eigentlich-am-Herd-Bild.
Fazit dieses wirren Artikels: Das Problem mit der Anrede ist nicht lösbar. Gleichberechtigung heißt nicht, auf den angeblichen Vorzügen der Frauen rumzureiten oder Männer zu diskriminieren. Ungleichmachung behält das Gefälle bei. Finde ich.
O. erklärte mir, dass die schwedischen Feminist_innen gerade (bzw. schon länger) dabei sind, sämtliche weiblichen Berufsbezeichnungen abzuschaffen, weil man ja sonst auf die Idee kommen könnte, ein "Koch", der "Köchin" heißt, weil eine Frau den Kochberuf ausübt, sei etwas schlechteres als ein "herkömmlicher", grammatikalisch männlicher, "Koch".
Im Prinzip vertreten die schwedischen Feministen damit gleichzeitig die These, dass eine Frau das gleiche ist wie ein Mann, jedenfalls, wenn es um das Ausüben von Berufen geht. Ich habe gerade keine Statistik zur Hand (wo haben echte Journalistinnen die immer her?), aber man hört doch, dass im skandinavischen Raum auch viel mehr Frauen in Führungspositionen sitzen als bei uns?
Ein Aspekt daran gefällt mir besonders. Mir wird Feminismus immer genau dann zuwider, wenn irgendwelche dezidiert "weiblichen" Tugenden als besonders toll herausgestrichen werden und damit in einem Zug das Frauenbild aufgewertet werden soll - und zwar in Abgrenzung zu den Männern. Das klingt für mich immer nach: "Wir können nämlich auch was!", und solche Parolen klingen für mich - sorry - nach Kindergarten. Frauen sind aber keine Kindergartenkinder und auch sonst keine bemitleidenswerte Minderheit. Sie sind eine "Gleichheit", was die zahlenmäßige Stärke betrifft. Und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen genausoviel leisten wie Männer und Männer genausoviel leisten können wie Frauen. Ich kenne einige Leute, die von Gleichberechtigung reden, aber es insgeheim absurd finden, wenn der/ihr Mann auf die Kinder aufpasst. Oder die schnell mit dem Spruch "Das können Frauen einfach besser" zur Hand sind, aber Zeter und Mordio schreien würden, wenn ein Mann ihnen erklären wollte, was Männer oder Frauen besser oder schlechter können. Ich glaube, dass Gleichberechtigung nur erreicht werden kann, wenn auch Männer nicht aufgrund irgendwelcher Vorurteile diskriminiert werden.
Apropos Männer in Führungspositionen. Da leitet doch ab 2009/2010 Barbara Frey, 43 Jahre alt, das Schauspielhaus Zürich. Ich habe mich wirklich (echt!) gewundert, dass die Presse auf die Idee gekommen ist, zu schreiben, dass sie die erste Frau an der Spitze dieses Theaters ist. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das zu schreiben. Als Matthias Hartmann kam, hätte man natürlich auch schreiben können, der 23. Mann an der Spitze des Schauspielhauses. Ich glaube, dass das ständige Erwähnen der Tatsache, dass Frauen dies und jenes nicht machen oder selten machen, nicht dazu beiträgt, dass es sich ändert. Jedes "ausgerechnet sie als Frau"´manifestiert das Frauen-sind-ja-eigentlich-am-Herd-Bild.
Fazit dieses wirren Artikels: Das Problem mit der Anrede ist nicht lösbar. Gleichberechtigung heißt nicht, auf den angeblichen Vorzügen der Frauen rumzureiten oder Männer zu diskriminieren. Ungleichmachung behält das Gefälle bei. Finde ich.
Mittwoch, 21. März 2007
Sonntag, 11. März 2007
Jack Wolfskin
Jack Wolfskin hat es inzwischen geschafft, auch Rucksäcke herzustellen, die auf die schmalere weibliche Anatomie ausgelegt sind. Das ist gut, ich würde mir so einen kaufen, auch wenn ich ein schmaler Mann bin. Aber was mich ein wenig stört: der Rucksack heißt z. B. "free flow women", während die Männervariante nicht "free flow men" heißt, sondern schlicht: "free flow".
Das heißt, der allgemeine Rucksack ist für den Mann, die "Sonderversion" für Frauen.
Exkurs: wer noch mehr Beispiele findet, wo der Mann "normal", die Frau
"spezial" ist, darf sich gern im Kommentar dazu äußern. Mir fällt nur gerade auf, dass das auch mein Unbehagen mit den "innen" ist (siehe letzter Artikel) - dass der Normal-Bäcker immer ein Mann ist, während die Frau eine Extra-Markierung braucht. Weiblich ist nicht normal, wird mir dadurch signalisiert. Exkurs-Ende.
Bei einem kurzen Gespräch mit C., dem Freund des WG-Gspänlis, kommen wir drauf, dass es ja im Grunde auch Unsinn ist, die Varianten dem Geschlecht zuzuordnen. Denn es gibt ja Frauen wie Schränke und schmale Männer mit mehr oder weniger Taille, und es wäre praktisch, wenn die den Rucksack, die Jacke, den Schuh erwerben würden, der zu ihrer Statur passt und nicht zu ihrem Geschlechtsteil. Für eine breite Frau ist der Fall noch recht unproblematisch, aber die Hemmschwelle für einen Mann, eine Jacke oder einen Rucksack zu kaufen, der sichtbar mit "women" gelabelt ist, ist ja leider Gottes enorm.
Also wäre es doch schön, wenn die Outdoorabteilungen eher nach Schnitt und Statur eingeteilt wären statt nach Geschlecht. Das kann man dann bitte
gleich noch auf die komplette Modebranche ausdehnen. Und wieder
wäre man der Utopie einer gender- angenehmen Gesellschaft etwas näher.
Das heißt, der allgemeine Rucksack ist für den Mann, die "Sonderversion" für Frauen.
Exkurs: wer noch mehr Beispiele findet, wo der Mann "normal", die Frau
"spezial" ist, darf sich gern im Kommentar dazu äußern. Mir fällt nur gerade auf, dass das auch mein Unbehagen mit den "innen" ist (siehe letzter Artikel) - dass der Normal-Bäcker immer ein Mann ist, während die Frau eine Extra-Markierung braucht. Weiblich ist nicht normal, wird mir dadurch signalisiert. Exkurs-Ende.
Bei einem kurzen Gespräch mit C., dem Freund des WG-Gspänlis, kommen wir drauf, dass es ja im Grunde auch Unsinn ist, die Varianten dem Geschlecht zuzuordnen. Denn es gibt ja Frauen wie Schränke und schmale Männer mit mehr oder weniger Taille, und es wäre praktisch, wenn die den Rucksack, die Jacke, den Schuh erwerben würden, der zu ihrer Statur passt und nicht zu ihrem Geschlechtsteil. Für eine breite Frau ist der Fall noch recht unproblematisch, aber die Hemmschwelle für einen Mann, eine Jacke oder einen Rucksack zu kaufen, der sichtbar mit "women" gelabelt ist, ist ja leider Gottes enorm.
Also wäre es doch schön, wenn die Outdoorabteilungen eher nach Schnitt und Statur eingeteilt wären statt nach Geschlecht. Das kann man dann bitte
gleich noch auf die komplette Modebranche ausdehnen. Und wieder
wäre man der Utopie einer gender- angenehmen Gesellschaft etwas näher.
Dienstag, 6. März 2007
"Liebe Mitglieder und Mitgliederinnen," - Sprache
Zu diesem Thema habe ich mich bereits mehrere Male im Kreis gedreht, und wenn es so weitergeht, bekomme ich einen Drehwurm. Es geht um die allgemeine Anrede. Feministinnen haben ja durchgesetzt, dass Frauen jetzt sehr häufig extra genannt werden, wenn z. B. in der Zeitung die Rede ist von den Sportlern und Sportlerinnen, den Schülerinnen und Schülern und was weiß ich alles noch. Das als Errungenschaft zu feiern halte ich für Unsinn. Vielmehr wird (und das halte ich für eine Tendenz, die sich momentan trotz metrosexueller Männer verschlimmert) durch die explizite Erwähnung der "innen" - die einem doch immer irgendwie noch als tendenziell überflüssige Ergänzung vorkommt - das Vorhandensein zweier verschiedener Gruppen erzeugt. In einer gleichberechtigten Gesellschaft sollte aber eigentlich in Bezug auf die jeweilige Funktion ("Schüler", "Elektriker", "Mathematiker") völlig egal sein, ob ein Mann oder eine Frau das ist, also: eine Elektrikerin ist in ihrer Funktion als Elektrikerin eigentlich genau das gleiche wie ein Elektriker - sie unterscheiden sich hierzulande eigentlich nur in der Häufigkeit und der Bezahlung.
Im deutschen Osten war es absolut unüblich, dass Frauen an ihre Berufsbezeichnung ein "in" dranhängen. Man lernte "Schlosser", "Elektroingenieur" oder "Koch" unabhängig vom Geschlecht. Interessanterweise war da auch die Gleichbezahlung der Geschlechter garantiert.
Durch die Doppeltnennung wird also der Eindruck erzeugt, Schülerinnen seien in ihrer Funktion als Schüler etwas anderes als (männliche) Schüler. Ich finde es fraglich, dass das was bringt. Zudem habe ich oft das Gefühl, dass die Extra-Nennung der Frauen mit einem Augenzwinkern oder gar Augenrollen benutzt wird - "Damit die DAMEN sich nicht auf den Schlips - haha - getreten fühlen."
Besser argumentiert und mit noch anderen Aspekten versehen, findet sich ein Artikel zu dieser Sichtweise hier: Wider die Abschaffung des allgemeinen Menschen.
Daher verfechte ich die Auffassung (und mir ist es auch sprachlich geläufiger), dass es vollkommen angemessen ist, den ehemals allgemeinen Plural immer dann zu verwenden, wenn zwischen den Geschlechtern nicht unterschieden werden muss. Ich rede von meinen Mitbewohnern, wenn das zwei Frauen und ein Mann sind, von Kollegen, Freunden, Verwandten (bei denen käme auch niemand auf die Idee, dass ich nur männliche Verwandte habe).
Nun hat aber der Feminismus natürlich recht, dass die Tatsache, dass der ehemals allgemeine Plural grammatikalisch männlich daherkommt, dazu beiträgt, dass kleine Mädchen von heute auf Ärztekongressen, bei Professorenberufungsverfahren oder bei Anwälten etc. davon ausgehen könnten, dass diese Berufe nur von Männern ausgeübt werden (können). Dass das anscheinend wirklich so ist, belegt die Beobachtung von M., der an einer Gesamtschule neunte Klassen unterrichtet und festellen durfte, dass die Mädchen zum Thema Berufswahl eher an Berufe wie Krankenpflegerin, Anwaltsgehilfin, Arzthelferin Interesse bekundeten (auch wenn ihre Schulnoten höhere Karrierebestrebungen zulassen würden), während die Jungen ungeachtet auch schlechterer Noten eher Arzt oder Anwalt anstrebten. In diesem Zusammenhang ist es offenbar nützlich, wenn die Medien von "Politiker und Politikerinnen", "Managerinnen und Managern" etc. sprechen - damit die Idee, dass dies keine reinen Männerberufe sind, sich allmählich ausbreitet.
Ich denke, das Problem lässt sich auf der Sprachebene nicht lösen. Natürlich ist es wichtig, dass Frauen "vorkommen", sei es in der Politik, in hochkarätigen Berufen, im gesellschaftlichen Leben allgemein. Aber die Tatsache, dass es in der DDR überhaupt keine sprachliche Sensibilität dafür gab und dennoch die Frauen viel selbstverständlicher in technischen Berufen,
Führungspositionen und in sonstigen ehemaligen Männerdomänen vorkamen, zeigt doch, dass es offenbar hilfreicher ist, wenn Medien die Frau nicht vorrangig als Sexobjekt oder Anhängsel des Mannes schildern (wie es ja jetzt wieder und hier immer noch ist), sondern eben das Bild der "berufstätigen Frau" propagieren, wenn die Kinderbetreuung gesichert ist und Status und Männlichkeit zwei verschiedene Dinge sind. Da die Politik und v.a. die Medien aber keine Anstalten machen, irgendwas gegen solche Frauen- und Männerklischees zu unternehmen, bleibt die sprachliche Frage interessant. Aber eine sprachliche Utopie habe ich nicht - eine gesellschaftliche schon.
Im deutschen Osten war es absolut unüblich, dass Frauen an ihre Berufsbezeichnung ein "in" dranhängen. Man lernte "Schlosser", "Elektroingenieur" oder "Koch" unabhängig vom Geschlecht. Interessanterweise war da auch die Gleichbezahlung der Geschlechter garantiert.
Durch die Doppeltnennung wird also der Eindruck erzeugt, Schülerinnen seien in ihrer Funktion als Schüler etwas anderes als (männliche) Schüler. Ich finde es fraglich, dass das was bringt. Zudem habe ich oft das Gefühl, dass die Extra-Nennung der Frauen mit einem Augenzwinkern oder gar Augenrollen benutzt wird - "Damit die DAMEN sich nicht auf den Schlips - haha - getreten fühlen."
Besser argumentiert und mit noch anderen Aspekten versehen, findet sich ein Artikel zu dieser Sichtweise hier: Wider die Abschaffung des allgemeinen Menschen.
Daher verfechte ich die Auffassung (und mir ist es auch sprachlich geläufiger), dass es vollkommen angemessen ist, den ehemals allgemeinen Plural immer dann zu verwenden, wenn zwischen den Geschlechtern nicht unterschieden werden muss. Ich rede von meinen Mitbewohnern, wenn das zwei Frauen und ein Mann sind, von Kollegen, Freunden, Verwandten (bei denen käme auch niemand auf die Idee, dass ich nur männliche Verwandte habe).
Nun hat aber der Feminismus natürlich recht, dass die Tatsache, dass der ehemals allgemeine Plural grammatikalisch männlich daherkommt, dazu beiträgt, dass kleine Mädchen von heute auf Ärztekongressen, bei Professorenberufungsverfahren oder bei Anwälten etc. davon ausgehen könnten, dass diese Berufe nur von Männern ausgeübt werden (können). Dass das anscheinend wirklich so ist, belegt die Beobachtung von M., der an einer Gesamtschule neunte Klassen unterrichtet und festellen durfte, dass die Mädchen zum Thema Berufswahl eher an Berufe wie Krankenpflegerin, Anwaltsgehilfin, Arzthelferin Interesse bekundeten (auch wenn ihre Schulnoten höhere Karrierebestrebungen zulassen würden), während die Jungen ungeachtet auch schlechterer Noten eher Arzt oder Anwalt anstrebten. In diesem Zusammenhang ist es offenbar nützlich, wenn die Medien von "Politiker und Politikerinnen", "Managerinnen und Managern" etc. sprechen - damit die Idee, dass dies keine reinen Männerberufe sind, sich allmählich ausbreitet.
Ich denke, das Problem lässt sich auf der Sprachebene nicht lösen. Natürlich ist es wichtig, dass Frauen "vorkommen", sei es in der Politik, in hochkarätigen Berufen, im gesellschaftlichen Leben allgemein. Aber die Tatsache, dass es in der DDR überhaupt keine sprachliche Sensibilität dafür gab und dennoch die Frauen viel selbstverständlicher in technischen Berufen,
Führungspositionen und in sonstigen ehemaligen Männerdomänen vorkamen, zeigt doch, dass es offenbar hilfreicher ist, wenn Medien die Frau nicht vorrangig als Sexobjekt oder Anhängsel des Mannes schildern (wie es ja jetzt wieder und hier immer noch ist), sondern eben das Bild der "berufstätigen Frau" propagieren, wenn die Kinderbetreuung gesichert ist und Status und Männlichkeit zwei verschiedene Dinge sind. Da die Politik und v.a. die Medien aber keine Anstalten machen, irgendwas gegen solche Frauen- und Männerklischees zu unternehmen, bleibt die sprachliche Frage interessant. Aber eine sprachliche Utopie habe ich nicht - eine gesellschaftliche schon.
Freitag, 9. Februar 2007
Burger King
Da war ich heute mit der WG-Genossin bei Burger King. Wir haben "Kids Menu" genommen, weil das billiger war. Da ich noch nie in den Genuss eines solchen gekommen war, freute ich mich umso mehr, dass da ein kleines Spielzeug drin war. Ein kleines Püppchen, wie Figura 1 zeigt:

Ich fand das ganz nett soweit. Bei näherer Betrachtung fand ich aber, dass das Püppchen verdächtig viel rosa hat, als dass es sich dabei um ein im landläufigen Sinne "für Jungen zumutbares" Püppchen hätte handeln können. Verschenkt man bei Burger King gegendertes Spielzeug? Was gibt es für Jungen? Mit meinem erwachten Tatendrang und den Püppchen bewaffnet ging ich zur Kasse und fragte nach. Und siehe da, ich bekam das Jungsspielzeug, wie Figura 2 zeigt:

Nee, oder?
Ich stellte mir sofort die Familie vor, die mit einem Buben und einem Mädchen zu Burger King gehen, der Bub packt das Auto aus und übt zwischen Colabechern und Pommes Rückwärtseinparken, während das Mädchen statt des Autos Frust schiebt und sich aus Verzweiflung mit seiner Puppe unterhält, ihr einen Namen gibt, ihr Pommes füttert und ein Gute-Nacht-Lied singt. Und da wollen uns manche Leute einreden, es hätte was mit Genen zu tun, dass Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können?
Bei näherer Betrachtung des Sachverhalts wurde ich dann auch noch etwas wütender. Die Kiddies dürfen sich höchstwahrscheinlich nämlich nicht aussuchen, was sie wollen, sondern kriegen es einfach nach "offensichtlichem Geschlecht" in die Tüten geschmissen. Hirnlos. Doof. Hat sich nach USA noch nicht herumgesprochen, dass inzwischen auch Frauen Auto fahren dürfen und Männer Kinder betreuen? Und warum, wenn man das nach Geschlechtern trennt, kriegen die Jungs immer das spannendere? Das Auto ist mit einem Zurückzieh-Antrieb und man kann noch Deko draufkleben - dazu gibt es eine "coole" Beilage. Bei dem Püppchen ist ein Zettel, dass man noch andere Püppchen sammeln kann. Na toll.
Nachtrag 1: Immer wenn ich ein Kinderbuch kaufen wollte, und dem Verkäufer gesagt hab: "Ich suche was zum fünften Geburtstag.", kam die Gegenfrage: "Junge oder Mädchen?". Soll ich darauf nun "Beides." antworten, wenn ich mein Kind vor Rollenerwartungen bewahren will?
Genderterroristische Alltagsübung: Dem Verkäufer sagen: "Es interessiert sich für Piratinnen." oder "Es mag Märchen."
Nachtrag 2: Wenn BK weiser wären, könnten sie genau die gleichen Sachen in die Kids Menus tun, nur dass in dem einen Monat alle Kinder das Auto kriegen und in einem anderen Monat alle das Püppchen.
Genderterroristische Maßnahme: Burger King ein Mail schicken, was der Quatsch soll.
Nachtrag 3: Die Kinderklamottenabteilung von H&M gehört verboten. Dass auf den Strampelanzügen noch keine Fußballnummern bzw. rosa Elfen sind, ist auch schon alles.
Genderterroristische Alltagsübung: Kleinkinder, die eindeutig wie Mädchen oder wie Jungs gekleidet sind gegenüber den Eltern als "es" bezeichnen. Oder bei einem rosa Kind fragen: "Wie heißt denn der Kleine?" etc.
Ich fand das ganz nett soweit. Bei näherer Betrachtung fand ich aber, dass das Püppchen verdächtig viel rosa hat, als dass es sich dabei um ein im landläufigen Sinne "für Jungen zumutbares" Püppchen hätte handeln können. Verschenkt man bei Burger King gegendertes Spielzeug? Was gibt es für Jungen? Mit meinem erwachten Tatendrang und den Püppchen bewaffnet ging ich zur Kasse und fragte nach. Und siehe da, ich bekam das Jungsspielzeug, wie Figura 2 zeigt:
Nee, oder?
Ich stellte mir sofort die Familie vor, die mit einem Buben und einem Mädchen zu Burger King gehen, der Bub packt das Auto aus und übt zwischen Colabechern und Pommes Rückwärtseinparken, während das Mädchen statt des Autos Frust schiebt und sich aus Verzweiflung mit seiner Puppe unterhält, ihr einen Namen gibt, ihr Pommes füttert und ein Gute-Nacht-Lied singt. Und da wollen uns manche Leute einreden, es hätte was mit Genen zu tun, dass Frauen nicht einparken und Männer nicht zuhören können?
Bei näherer Betrachtung des Sachverhalts wurde ich dann auch noch etwas wütender. Die Kiddies dürfen sich höchstwahrscheinlich nämlich nicht aussuchen, was sie wollen, sondern kriegen es einfach nach "offensichtlichem Geschlecht" in die Tüten geschmissen. Hirnlos. Doof. Hat sich nach USA noch nicht herumgesprochen, dass inzwischen auch Frauen Auto fahren dürfen und Männer Kinder betreuen? Und warum, wenn man das nach Geschlechtern trennt, kriegen die Jungs immer das spannendere? Das Auto ist mit einem Zurückzieh-Antrieb und man kann noch Deko draufkleben - dazu gibt es eine "coole" Beilage. Bei dem Püppchen ist ein Zettel, dass man noch andere Püppchen sammeln kann. Na toll.
Nachtrag 1: Immer wenn ich ein Kinderbuch kaufen wollte, und dem Verkäufer gesagt hab: "Ich suche was zum fünften Geburtstag.", kam die Gegenfrage: "Junge oder Mädchen?". Soll ich darauf nun "Beides." antworten, wenn ich mein Kind vor Rollenerwartungen bewahren will?
Genderterroristische Alltagsübung: Dem Verkäufer sagen: "Es interessiert sich für Piratinnen." oder "Es mag Märchen."
Nachtrag 2: Wenn BK weiser wären, könnten sie genau die gleichen Sachen in die Kids Menus tun, nur dass in dem einen Monat alle Kinder das Auto kriegen und in einem anderen Monat alle das Püppchen.
Genderterroristische Maßnahme: Burger King ein Mail schicken, was der Quatsch soll.
Nachtrag 3: Die Kinderklamottenabteilung von H&M gehört verboten. Dass auf den Strampelanzügen noch keine Fußballnummern bzw. rosa Elfen sind, ist auch schon alles.
Genderterroristische Alltagsübung: Kleinkinder, die eindeutig wie Mädchen oder wie Jungs gekleidet sind gegenüber den Eltern als "es" bezeichnen. Oder bei einem rosa Kind fragen: "Wie heißt denn der Kleine?" etc.
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